Gemeinschafts-Grundschule Am Reichenberg

Schulklima

 

Die Atmosphäre, die in einer Gemeinschaft herrscht, ist für das Wohlbefinden und die Gesundheit aller von großer Bedeutung.

 

Feste und andere besondere Anlässe im Schuljahr

Unterschiedliche Feste bereichern unser Schulleben, fördern das Gemeinschafts-gefühl aller an Schule Beteiligten und die Identifikation mit der Schule. Sie bieten die Gelegenheit zur Begegnung von Kindern, Eltern und Lehrerinnen auch außerhalb des Unterrichtsalltags. Dazu gehören unsere Karnevalsfeier an Weiberfastnacht genauso wie unser Martinszug mit anschließendem Martinsfest auf dem Schulhof, das  Schulfest und die Projektwoche, der Vorlesetag oder das wöchentliche gemeinsame Adventssingen im Foyer.

 

Schulversammlung

Einmal im Monat treffen sich alle Kinder und Erwachsenen in der Turnhalle und halten gemeinsam eine Schulversammlung ab. Dabei wird immer unser Schullied gesungen, wir ehren die Geburtstagskinder, verkünden wichtige Dinge und präsentieren was wir gelernt oder erlebt haben. Durch die Schulversammlung führt uns im Wechsel eine der 8 Klassen.

 

Partizipation

Klassenrat / Kinderparlament

Ein wichtiger Baustein eines gesunden Schulklimas ist die Einbeziehung der Kinder in die Gestaltung von Schule und Unterricht. Nur wer die Möglichkeit hat seine Meinung und Ideen aktiv einzubringen, fühlt sich ernst genommen und wird bereit sein, sich an der Ausgestaltung von Schule als Lern- und Lebensraum beteiligen.

In allen Klassen gibt es regelmäßige, zumeist wöchentliche Sitzungen des Klassenrates. Themen der Zusammenkünfte sind zum Beispiel: das Zusammenleben und –arbeiten in der Gemeinschaft, Sitzordnung, Klassenraumgestaltung, Spieleausleihe für die Pausen, Projektthemen etc.

Durch das Schülerparlament werden die Kinder an Schulentscheidungen beteiligt. Außerdem haben sie die Möglichkeit aktiv das Schulleben mitzugestalten.

 

Zusammenarbeit mit den Eltern

Im Interesse der Erziehung und Ausbildung der uns anvertrauten Kinder ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Kollegium und Eltern wichtig.

Grundsätzlich ist durch das Schulgesetz die Beteiligung von Eltern geregelt: Klassenpflegschaft, Schulpflegschaft, Schulkonferenz sind offizielle Gremien, in denen Eltern mitarbeiten. Auch die Offene Ganztagsschule ist in der Schulkonferenz mit einer Mitarbeiterin und einem Elternteil vertreten.

Die Mitwirkungsaufgaben nehmen unsere Eltern mit viel Interesse, Engagement und Offenheit wahr, so dass ein konstruktiver Austausch zwischen Eltern, Lehrerinnen und Offener Ganztagsschule entsteht. So sind die Eltern direkt an allen wichtigen Entscheidungen in der Schule beteiligt (z.B. Einrichtung der Offenen Ganztagsschule, Flexible Schuleingangsphase, Schulprogramm etc.).

Darüber hinaus nehmen unsere Eltern viele Gelegenheiten wahr, sich aktiv am Schulleben zu beteiligen: Sie helfen als „Lesemütter“, unterstützen die Lehrerinnen beim Basteln und Backen, bieten Arbeitsgemeinschaften an, begleiten Schulausflüge und Unterrichtsgänge. Klassenfeste, Sport- und Spielfeste, Schulfeste und der Martinszug werden von ihnen entscheidend mitorganisiert.

 

Gewaltprävention

Zu einem guten Schulklima gehört es, das alle friedlich und zugewandt miteinander umgehen - auch dann, wenn es unterschiedliche Interessen und Meinungen gibt. Dieser Auftrag wird natürlich durch klare Regeln gestützt, die als Klassenregeln verbindlich für die ganze Schule vereinbart sind. Die Rhythmisierung des Schultages durch Bewegungspausen, die vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten auf dem Schulhof, die Möglichkeit in der Pause nach festgelegten Regeln zu raufen, Rückzugsmöglichkeiten, Spieleausleihe etc. leisten alle einen Beitrag zur Gewaltprävention.

Über diese selbstverständlichen Maßnahmen in der Gestaltung des Schullebens hinaus gibt es weitere Bausteine im Schulprogramm, die dazu beitragen, dass die Kinder lernen, Konfliktsituationen zu vermeiden bzw. angst- und gewaltfrei zu lösen:

Im jährlichen Wechsel finden zwei Maßnahmen mit außerschulischen Partnern statt.

Zum einen arbeiten wir mit einer „wsd-Trainerin“ zusammen. „wsd“ steht für „wir-stärken-dich“. In diesem Programm zur Gewaltprävention in Grundschulen geht es um verbale Grenzüberschreitungen, Ausgrenzung und Bedrohung. Situationen, die glücklicherweise sehr selten vorkommen, den-noch sind manche Kinder schon dadurch verunsichert, dass es solche Situationen geben könnte. In 6 Einzelstunden werden mit den Kindern konkrete Situationen durchgespielt und angemessene Reaktionen spielerisch trainiert. Zu diesem ganzheitlichen Konzept gehört eine umfassende Elterninformation und Beratung. 

 

Alternierend zu den „wsd-Kursen“ wird für die dritten und vierten Schuljahre das Theaterprojekt „Mein Körper gehört mir“ durch. In diesem Theaterprojekt wird deutlich, aber stets mit der nötigen Behutsamkeit „sexueller Missbrauch“ thematisiert. In vier wöchentlich aufeinanderfolgenden Theaterepisoden werden kritische Situationen von Schauspielerinnen und Schauspielern dargestellt und die Kinder erhalten konkrete Hilfen, wie sie sich in diesen Situationen verhalten können. 

 

Streitschlichtung „Kinder lösen Konflikte selbst“

Streitigkeiten zwischen Kindern zu klären ist oft für alle Beteiligten unbefriedigend. Die Lehrerin hat den Streit meistens nicht mitbekommen, sie soll den Streit „zwischen Tür und Angel“ lösen. Die Kinder erwarten, dass die Lehrerin für den einen oder anderen Partei ergreift. Oft bleibt das Gefühl zurück, dass mehr Zeit nötig gewesen wäre, um in Ruhe zuzuhören und die Hintergründe zu erfahren. Es wird ein Waffenstillstand erreicht, aber kein Frieden geschaffen. Die Atmosphäre und das Wohlbefinden sind gestört. Um einen anderen Umgang mit Konflikten kennenzulernen, hat eine Kollegin die Fortbildung „Bensberger-Mediations-Modell der Streitschlichtung“ besucht, mit dem Ziel, diese Art der Streitschlichtung an das Kollegium weiter zu vermitteln. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung einer Konflikt - und Streitkultur, bei der keiner sein Gesicht verliert und alle zufrieden sind. Die Kinder müssen hierzu ein Trainingsprogramm durchlaufen, das sich über alle 4 Schuljahre erstreckt, um im Streit selbstständig und in eigener Verantwortung Brücken zu einander bauen, also einen Streit alleine lösen können.