Gemeinschafts-Grundschule Am Reichenberg

KUNST! Projektwochenpräsentation 14.02.2014

Die Welt vor deiner Tür -                                               Beitrag für den Wettbewerb des Bundespräsidenten

Der Fußball im Stacheldraht

 

Am Anfang stand mitten im Klassenzimmer eine über 100 Jahre alte Eichentür und am Ende hatten die Kinder ganz viele Türen geöffnet. So verschieden jede Türe ist, so unterschiedlich ist die Welt dahinter. Schnell war jedem Schüler klar: Wenn ich die Tür öffne, begebe ich mich in die Welt. Nun begann eine Reise – und die führte die Schüler bei diesem Kunstprojekt zu den Kindern der Welt. Als Reisetagebuch wählten wir einen Pappmachéabdruck der Tür, gefertigt aus internationalen Zeitungen, dIe erste künstlerische Herausforderung.

 

Ausgangspunkt der Reise war, dass die Freude am Spiel alle Kinder der Welt verbindet. Aber wie spielen Kinder in anderen Ländern? Mit Kinderbüchern, Foto-Serien und aus eigenen Erfahrungen der Kinder mit Migrationshintergrund entwickelten die Schüler Ideen aus der Welt ihrer Altersgenossen. Tierskulpturen entstanden aus Draht und Müll. Aus Dosen bastelten sie Autos und Schiffe, nutzten alte CDs für Radierungen, fertigten Fussbälle aus Tüten und nähten aus Stoffresten Sorgenpüppchen. Das Arbeiten mit bisher unbekannten Werkzeugen wie Blechschere, Radiernadel oder Nähmaschine und mit ungewohnten Materialien war für viele ebenso eine neue Erfahrung, wie die Freude am „einfachen Spiel“: „Reich“ lernt von „Arm“. Die Menge an Müll, die gesammelt wurde, verdeutlichte aber auch jedem Kind den achtlosen Umgang mit Ressourcen und die negativen Folgen für unsere Erde. Auf einer großen aufblasbaren Weltkugel wurde die Verbindung zwischen allen Kindern mit einem roten Faden, der von Kontinent zu Kontinent gespannt wurde, dargestellt.

 

Am Ende der Reise wurde die Tür mit Stacheldraht umwickelt. Ein Symbol für die Kluft zwischen arm und reich, die für die Schüler in ihrer eigenen Spielzeugwelt spürbar wird. Alles, was die Kinder in dieser kreativen Woche herstellten, befestigten sie am Stacheldraht. So entstand nach und nach ein Reisebericht über die Lebenswirklichkeiten der Kinder dieser Welt.