Gemeinschafts-Grundschule Am Reichenberg

Reisetagebuch – Mit Papier und Bleistift in die Welt


Im Rahmen der OGS Arbeitsgruppe „Kinder in der Welt“ trafen sich ab dem 29. September 2013, an jedem Donnerstag neun Schülerinnen und Schüler einer 3. Klasse, der GGS Am Reichenberg, um gemeinsam zu einer Reise in die Welt aufzubrechen.

Dabei sammelten die Schülerinnen und Schüler Informationen über die Kinder-Lebenswelten in Thailand, Indien, Ruanda und Uganda. Unterstützt wurden die Phantasiereisen durch Filme (Thailand, Ruanda), eine Wochenzeitung, Google Map, Internet (Indien), ein Interview mit eine Mitschüler, sowie Köstlichkeiten aus der Küche (Uganda). Je mehr die Schülerinnen und Schüler sich mit Kindern in anderen Kulturen beschäftigten um so klarer wurde ihr Blick auch auf Gemeinsamkeiten und besondere Fähigkeiten innerhalb unserer Gruppe gelenkt.
Das Fest der Sprachen bildete den Auftakt der Reise. Erstaunt erfuhren die Schülerinnen und Schüler wie viele Sprachen es auf der Welt gibt und das einige in der Gruppe hebräisch, rumänisch, polnisch, englisch, thai und laotisch sprechen können. Kompetenzen die die Schüler noch nicht voneinander wussten.
Die erste Reise führte die Schülerinnen und Schüler nach Thailand. Durch einen Film lernten sie den 13 jährigen Beng, seine Vorlieben und Wünsche für die Zukunft kennen. Beng und seine Mutter verdienen ihren Lebensunterhalt mit Müll sammeln, in den Straßen von Pattaya. Den Müll sortieren sie anschließend nach Wertstoffen Glas, Plastik und Papier. Das erkannten die Schülerinnen und Schüler von zu Hause wieder. Sie verglichen Bengs Tagesablauf mit ihrem Tagesablauf.
Die zweite Reise führte die Gruppe über einen Artikel der „WELT AM SONNTAG“ nach Indien. Sie lernten die 15 jährige Nirmala und ihr erstaunliches Abenteuer als Elefantenflüsterin, kennen. Ihr Mut eine aufgeregte Elefantenherde aus ihrem Dorf hinaus zu führen und das Dorf so vor Schaden zu bewahren beeindruckte die Schülerinnen und Schüler.
Über das Internet GOOGLE MAP konnten sie, ihrem Dorf aus der Ferne, doch sehr nahe kommen. Deutlich erkannten sie, dass Fußballstadion in das Nirmala die Elefanten getrieben hatte. Als die Schülerinnen und Schüler sich vorstellten das jeder auf der Welt so bis in ihren Garten oder ihr Zimmerfenster schauen könnte, fanden die Schülerinnen und Schüler das nicht mehr so gut. Jedes Kleidungsstück der Männer und Frauen hat in Indien einen eigenen Namen. Einige von der Kinder probierten indische Kleidung an. Sie malten sich in ihrer Lieblingskleidung und stellten fest das T-shirt und Jeans „eingewanderte“ Wörter sind.
Kurz vor Weihnachten haben die Schülerinnen und Schüler ihre Eltern und Freunde zu einer Ausstellung in das Klassenzimmer eingeladen. Sie lasen und schauten sich unsere Reisetagebücher an. In einer Ausstellung waren auch Kleidung aus Indien, Schulhefte, Schuluniformen und Buddhastatuen aus Kambodscha und Thailand, zu sehen.

Die dritte Reise führte die Schülerinnen und Schüler nach Ruanda. Durch einen Film lernten sie Marie-Jeanne kennen. Ihre Schwester war während des Bürgerkrieges 5 Jahre lang verschwunden. Marie-Jeanne begleitet ihre Schwester in das Krankenhaus der Provinzhauptstadt. Hier gab es viel
Verkehr und große Häuser. Die Schwester wurde im Krankenhaus operiert und Marie-Jeanne kochte für sie. Das Krankenhaus wird durch Spendengelder unterstützt. Marie-Jeannes Familie bekam vom Krankenhaus 2 Ziegen geschenkt, die sie mit nach Hause nehmen durften. In ihrer Hütte gibt es ein Zimmer in das die Ziegen nachts eingeschlossen werden. Johannes und Greta aus der Gruppe, malten das Haus und den Grundriss der Hütte für unsere Reisetagebücher. Die Schülerinnen und Schüler zeichneten den Grundriss ihrer Zimmer, leider ohne Ziegen.
Die vierte und letzte Reise führte die Schülerinnen und Schüler zurück in ihre Schule und nach Uganda. Kian aus der 1. Klasse kennen sie alle. Dass er aus Uganda kommt, hatten sie noch nicht gewusst. Sie haben ihm viele Fragen gestellt und seine Mutter hat für die Schülerinnen und Schüler gekocht. Gemeinsam haben sie getrommelt und getanzt. Mit Kians Besuch endet das Reisetagebuch.